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Ressourceneffizienz

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie ist nur ein Teil der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und kann allgemein der Schonung von Ressourcen untergeordnet werden. Denn mit der wachsenden Weltbevölkerung, gewinnt Nachhaltigkeit in Bezug auf jegliche Rohstoffe immer mehr an Bedeutung. Wenn man von der Annahme ausgeht, dass die Industriestaaten ihren Pro-Kopf-Rohstoffverbrauch bis zum Jahr 2050 gegenüber 2006 halbieren, so würde der weltweite Verbrauch aufgrund des Bevölkerungswachstums dennoch um 40 % steigen [1]. Daher gilt es u. a. Methoden zu einem effizienteren Umgang mit Ressourcen zu entwickeln.

Weltweiter Ressourcenverbrauch

Abbildung 1: Weltweiter Ressourcenverbrauch in Mrd. Tonnen nach [1]

Deutschland nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, nicht zuletzt weil es als rohstoffarmes Land auf Importe angewiesen ist. So wurde im Jahr 2002 im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, eine Verdoppelung der Rohstoffproduktivität [1] bis zum Jahr 2020 zu erreichen [3].

Kostenstruktur im verarbeitenden Gewerbe

Abbildung 2: Kostenstruktur im verarbeitenden Gewerbe [4]

Vor allem bietet die effiziente Nutzung von Ressourcen Vorteile für Unternehmen, da Materialien einen großen Anteil der Kosten ausmachen (siehe Abb. 1). Mehr als 40 % der Gesamtkosten im verarbeitenden Gewerbe werden für Materialien aufgewendet. Davon könnten Schätzungen nach 20 % durch eine technische Modernisierung eingespart werden und eine entscheidende Rolle für die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens spielen [3].

Da die Aufbereitung von Rohstoffen außerdem Energie benötigt, bedeutet eine Einsparung von Rohstoffen immer auch eine Einsparung von Energie. [5] Daher trägt der nachhaltige Umgang mit Ressourcen zu einer politisch-gesellschaftlichen, aber auch zu einer wirtschaftlichen Lösung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bei.

Quellenangaben

[1] R. Kaiser, “ProgRess: Das deutsche Ressourceneffizienzprogramm 2011,” uwf, vol. 19, no. 1-2, pp. 49–58, 2011.

[2] Krausmann et al., “growth in global materials use,” gDP and population during the 20th century, ecological economics, no. 68/10, pp. 2696–2705, 2009.

[3] R. Neugebauer, Ed., Handbuch ressourcenorientierte Produktion. München: Hanser, 2014.

[4] Statistisches Bundesamt (Destatis), Kostenstruktur der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Available: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online/data;jsessionid=090EDB169A1EF41FAA48379F3085E81B.tomcat_GO_1_1?operation=abruftabelleAbrufen &selectionname=42251-0004&levelindex=1&levelid=1533119147238&index=4. Accessed on: Aug. 01 2018.

[5] R. Neugebauer, Ed., Ressourceneffizienz: Schlüsseltechnologien für Wirtschaft und Gesellschaft, 1st ed. Berlin, Heidelberg: Springer Vieweg, 2017.

Überblick

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  • Nachhaltigkeitsstrategie der BRD: Verdopplung der Rohstoffproduktivität gegenüber 1994 bis 2020.
  • Über 40 % der Gesamtkosten im verarbeitenden Gewerbe entfallen auf Materialkosten.
  • Steigende Rohstoffpreise sind ein kritischer Wettbewerbsfaktor für die Industrie.
  • Eine Verringerung des Materialbedarfs hat zugleich eine Verringerung des für die Rohstoffaufbereitung erforderlichen Energiebedarfs zur Folge.
  • Unsere Vision für die Produktion der Zukunft: Energietransparent und Energieoptimiert! Unsere Aktivitäten zu Forschung, Transfer und Bildung zielen darauf ab.