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Reallabore der Energiewende: ETA-Fabrik weiter gedacht

In einer gemeinsamen Initiative hat der Projektansatz DELTA des ETA-Teams beim Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ den Zuschlag erhalten. Aus insgesamt 90 Konzepten konnte sich der Projektansatz durchsetzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellt in den nächsten fünf Jahren jährlich 100 Millionen Euro Fördermittel zur Durchführung aller ausgewählten Reallabore bereit. DELTA ist hierbei das einzige Hessische Reallabor, die TU Darmstadt mit diesem Projekt der einzige universitäre Konsortialführer aller erfolgreichen Projektansätze.

Das Vorhaben wird durch den langjährigen Partner der ETA-Fabrik Prof. Jens Schneider vom „Institut für Statik und Konstruktion“ in enger Zusammenarbeit mit dem PTW geleitet und wurde mit dem ETA-Fabrik Spin-Off ETA-Solutions (www.eta-solutions.de) konzipiert. Der gemeinsame Erfolg unterstreicht damit erneut den interdisziplinären Ansatz der ETA-Fabrik, der nun beispielhaft auf das Energiesystem der Stadt Darmstadt mit den weiteren Partnern übertragen werden soll. Zu den Partnern gehören hierbei Merck, Evonik, HEAG Holding und Mobilo, ENTEGA, Bauverein und die Hochschule Darmstadt. Seitens der TU Darmstadt sind zudem das „Institut für Mechatronische Systeme im Maschinenbau“, die Fachgebiete „Elektrische Energieversorgung unter Einsatz Erneuerbarer Energien“ und „Technologie- und Innovationsmanagement“ sowie das Dezernat „Baumanagement und Technischer Betrieb“ beteiligt.

In DELTA werden die ETA-Fabrik Grundsätze der Effizienzsteigerung, energetischen Interaktion, Bedarfsflexibilisierung sowie Abwärmenutzung auf das Energiesystem der Stadt übertragen. Denn auch hier gilt, dass im künftigen Energieversorgungssystem städtische Quartiere energieoptimiert funktionieren müssen. Und: Sie müssen untereinander interagieren, damit innerhalb einer Stadt als Ganzes der Energiebedarf soweit wie möglich reduziert und Energie effizient eingesetzt werden kann.

DELTA verfolgt das Ziel mehrere Quartierstypen – von Industrie über Gewerbe und Bildung bis hin zum Wohnen – mit Netzinfrastrukturen in den Bereichen Strom, Wärme, Gas, Kommunikation und Verkehr zu verknüpfen. Netze sollen damit besser ausgelastet und Energiequellen und –senken verstärkt gekoppelt werden, sodass sektorübergreifende Synergien entstehen. Übergeordnetes Ziel ist das Reduzieren von Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß in Stadtquartieren. Auch die wirtschaftliche Umsetzbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz werden überprüft. Nicht zuletzt soll DELTA die Planung der künftigen Energieversorgung vereinfachen, Kosten für Infrastruktur reduzieren und den Aufbau neuer Kapazitäten mindern. Denn auch auf dieser Systemebene gilt: Effiziente und flexible Energiesysteme sind deutlich schlanker da sie weniger Infrastruktur zur Energieerzeugung und Verteilung erfordern.

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