Poolregler für ein virtuelles Kraftwerk

 

Das Ziel des Vorhabens „Poolregler für ein virtuelles Kraftwerk“ ist die hochaufgelöste Optimierung von steuerbaren Stromerzeugungs- und Verbrauchsanlagen im Stromsystem. Dabei sollen eine Reihe von energietechnisch relevanten Anlagen, die zu einem sogenannten Anlagenpool oder auch virtuellen Kraftwerk zusammengeschlossen werden, optimal aufeinander abgestimmt Energiedienstleistungen erbringen. Hierzu zählen einerseits klassische Börsengeschäfte und andererseits Systemdienstleistungen zur Stabilisierung des Stromnetzes. Besonders kleine dezentrale Anlagen bieten ein enormes Optimierungspotential. Mit dem zunehmenden Rückbau von konventioneller, gut regelbarer Erzeugungsleistung steigt die Relevanz kleiner, dezentraler Anlagen zur Sicherung des Stromnetzes. Dezentrale Anlagen stellen bereits heute ca. 40% des Stroms in Deutschland zur Verfügung (Stand 2016).

Mit Hilfe klassischer Optimierungsverfahren soll der betrachtete Anlagenpool marktseitige Verpflichtungen kostenminimal bedienen. Zu den angewandten Optimierungsverfahren zählen die lineare gemischt ganzzahlige Optimierung sowie Heuristiken zur Lösung nichtlinearer Probleme. Hierdurch soll die Fahrweise des Anlagenpools aus mathematischer Sicht möglichst optimal erfolgen. Zusätzlich zu einer Photovoltaikanlage, einer Windkraftanlage, einem Blockheizkraftwerk, einer Gasturbine und einem Stromspeicher wird eine intelligente Fabrik mit Befähigung zum Demand-Side-Management in den Anlagenpool integriert. Diese Fabrik wird als ein Unterpool in dem Algorithmus abgebildet, welcher separat optimiert werden kann.

Der berechnete Anlagenfahrplan soll mehrere Anforderungen erfüllen. Hierzu zählen die Echtzeitfähigkeit, die Robustheit sowie die Skalierbarkeit des Anlagenpools.


Fördergeber

   

Ansprechperson:  

Thomas Weber, M. Sc.
Thomas Weber, M. Sc.
ETA Fabrik Raum 203
+49 6151 16-26054
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