ETA-Fabrik — Energieeffizienz weitergedacht

 

ETA-Fabrikhalle

Energieeffizienz in der Industrie weiter zu denken bedeutet, neue Wege zu beschreiten, um ein zeitgemäßes, ganzheitliches Verständnis von Energieeffizienz zu entwickeln. Entgegen einem rein dogmatischen Ansatz Energie zu „sparen“, geht es hier darum das Energiesystem zu verstehen, sowie energetische Abhängigkeiten zu erkennen.

Im Forschungsprojekt „ETA-Fabrik“ ist ab 2013 gemeinsam mit 37 Industriepartnern eine Modellfabrik an der TU Darmstadt unter Federführung des PTW entstanden und im März 2016 eröffnet worden.

Die Leitidee und die hieraus abgeleiteten Konzepte der ETA-Fabrik zielen darauf, die richtige Energieform (Primärenergiebedarf) in der notwendigen Menge (Endenergiebedarf) zur richtigen Zeit (energieflexibel) am richtigen Ort (effiziente Infrastruktur) einzusetzen. Gleichzeitig werden Überkapazitäten in der Infrastruktur (Erzeugung, Verteilung, Speicherung, Wandlung) vermieden. Somit kann den gegenläufigen Zielstellungen der Reduktion des Primärenergiebedarfs bzw. der CO2-Emissionen, der Reduktion des Endenergiebedarfs sowie der Steigerung der Lastflexibilität begegnet werden. Die Systemeffizienz und die Wirtschaftlichkeit aller Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund. Eine beispielhafte Produktionsprozesskette aus dem Bereich der Metallbearbeitung bildet das Grundgerüst der Forschungsarbeiten. Durch die Verknüpfung der Produktionsprozesse, der Gebäudetechnik sowie des Gebäudes und seiner Konstruktion wird das Effizienzpotential des Gesamtsystems erforscht und demonstriert. Das Projekt ETA-Fabrik strebt durch seinen integrativen Ansatz als erster Prototyp der Welt in eine neue Entwicklungsära für die energetisch optimierte Produktionsstätte der Zukunft. Der Fokus zielt auf Einsparpotentiale in den nachfolgenden Bereichen sowie deren Zusammenspiel:

Ansprechperson

 Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Beck
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Beck
ETA Fabrik Raum 201
+49 6151 16-20111
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  • Produktionsmaschinen und Querschnittstechnologien im Maschinenbau
  • Technische Gebäudeausrüstung und Versorgungstechnik
  • Gebäudehülle, Fassaden und Konstruktion
  • Monitoring, Energiedatenmanagement und Energiedatenmining durch „Industrie 4.0“-Ansätze
  • Lastflexibilität und Regelungsoptimierung

 

Über die Forschungszwecke hinaus wird die ETA-Fabrik als Ausbildungs- und Demonstrationszentrum genutzt. Sie dient damit der Forschung sowie dem Wissenstransfer an die Studierenden und in die Wirtschaft.

 

Fördergeber

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